Posts mit dem Label Israel werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label Israel werden angezeigt. Alle Posts anzeigen

Freitag, 2. Februar 2007

Sich in der Nuklearfrage dumm stellen - ernsthaftes Nachdenken ablehnen

Im heutigen Spiegel-Interview "In der Nuklearfrage hart bleiben - ernsthafte Gespräche anbieten" mit dem angeblichen Iran-Experten Johannes Reissner wird wieder einmal klar von wem die wirkliche Gefahr im Nahen Osten ausgeht. Es ist nicht der Iran, es sind nicht Al Kaida, nicht die Hisbollah oder alle anderen Terrorgruppen. Nein, es sind die USA. Nun gab es ja bereits genügend so genannte Experten die uns dies und das erklären wollen. Ebenso haben bereits viele Blogger-Kollegen ausführlich über diese Experten berichtet. Herr Reissner hat sich im Spon Interview als einer dieser Experten geoutet. Ahnung hat er vielleicht von persischem Essen. Er kennt sicher auch einen iranischen Taxifahrer in Berlin. Die Bedrohung im Nahen Osten scheint ihm allerdings vollkommen fremd zu sein. Hier ein paar Schmankerl aus dem mit ihm geführten Interview:

SPIEGEL ONLINE: Die Tonart der USA gegenüber Iran wird schärfer. Washington wirft den Iranern vor, schiitische Milizen im Irak zu unterstützen, beschuldigt sie sogar, hinter einem Anschlag auf US-Soldaten zu stecken. Wie viel Einfluss hat Teheran wirklich im Irak?

Reissner: Das ist sehr schwer abzuschätzen. Richtig ist: Teheran unterstützt bestimmte Gruppen im Irak. Politisch lenken kann Teheran diese allerdings nicht. Dass die USA jetzt deutliche und konkrete Hinweise auf direkte finanzielle und militärische Hilfen geben, ist ein Zeichen dafür, dass man vor allem gegen Iraner im Irak vorgehen will.

Genau. Iran kann die Gruppen nicht lenken. Das braucht es auch nicht. Die Gruppen wissen schon wohin sie die iranischen Mörser, Granaten und Raketen lenken müssen. Da braucht es keine explizit-iranische Anleitung.

SPIEGEL ONLINE: Etwa gegen iranische Agenten im Irak, für deren Gefangennahme und Tötung die US-Regierung seinen Militärs kürzlich grünes Licht gegeben haben soll. Sucht Iran eher eine schiitische Waffenbrüderschaft gegen die Sunniten oder einen Stellvertreterkrieg gegen die USA?

Reissner: Es geht weniger gegen die Sunniten. Gerade Iran wendet sich sehr deutlich gegen die Konfessionalisierung von Konflikten. Es geht vor allem darum, den USA zu zeigen, dass man ihnen auch Ärger bereiten kann.

Der Iran ist geradezu ein leuchtendes Beispiel für religiöse Toleranz auf dieser Welt. Daher auch der Bahai-Tolerance Award für den Wächterrat und die Buber-Rosenzweig Medaille für Mach-mir-den-dschihad. Auch der Erzbischof von Teheran lobte erst kürzlich die iranische Toleranz gegenüber anderen Religionen und verwies dabei auf die Verwendung von weichen Specksteinen bei der letzten Steinigung von Christen im Fußballstadium. Das jüdische Gemeindezentrum in Buenos Aires und die iranische Opposition im Restaurant Mykonos in Berlin kann auch ein Lied davon singen.

SPIEGEL ONLINE: Das iranische Engagement richtet sich also konkret gegen die USA?

Reissner: Ja, aber das mit großer Vorsicht. Man sollte bedenken, dass Iran sehr sorgfältig kalkuliert. Schließlich hat das Regime ein Interesse an einem halbwegs stabilen Irak. Man will ja nicht, dass einem der Nachbar um die Ohren fliegt. Wirklich gefährlich an der gegenwärtigen Situation ist die einseitige amerikanische Propaganda, die auch von einigen sunnitischen, arabischen Ländern aufgegriffen wird. Es wird so getan, als käme alles Übel in der Region aus Iran. Das ist eine sehr gefährliche Haltung, die letztendlich auch politikunfähig(sic!) macht.

Genau, wir wollen ja nicht den extremsten Zustand überhaupt provozieren: die Politikunfähigkeit! Mit Terror, Gewalt, Folter und Atomschlägen in Tel Aviv können wir leben. Aber die gefährlichen Amerikaner tun so als käme alles Übel aus dem Iran. Natürlich kommt nicht alles aus dem Iran. Manches kommt auch aus Gaza, Libanon, Afghanistan, Pakistan, Nordkorea und Venezuela. Aber da ist es bis dato noch nicht zum übelsten Zustand, der Politikunfähigkeit, gekommen.

SPIEGEL ONLINE: Ist kurzfristig mit einer weiteren Zuspitzung der Lage zu rechnen, weil Teheran auf die schärfere Tonart der Amerikaner seinerseits scharf reagieren wird?

Reissner: Diese Gefahr ist von beiden Seiten gegeben. Wobei sich allerdings die Iraner angesichts der amerikanisch-israelischen Drohgebärden bisher vernünftiger und vorsichtiger verhalten. Aber es gibt in Iran sehr unterschiedliche Machtzentren. Es ist somit nicht ausgeschlossen, dass bestimmte Kräfte sich zu unüberlegten Äußerungen oder Aktivitäten hinreißen lassen, die die Situation anheizen oder einen eventuellen Annäherungskurs sabotieren könnten.

Nachdem ja Ehud Olmert auf der Konferenz "A world without Iran" drohte ganz Persien von der Karte zu radieren, verhalten sich die Iraner überraschenderweise vernünftig und vorsichtig. Auch das Leugnen der islamischen Revolution durch Olmert konnte die Mullahs nicht aus der Ruhe bringen. Es könnte sich aber der eine oder andere Revolutionswächter zu einer Äußerung hinreissen lassen. Vor allem die Konferenz zur Untersuchung der iranischen Revolution in Jerusalem, bei der ja bekannte Revolutionsleugner zugegegen waren, äusserten sich einige Mullahs ungehalten. Ganz Teheran lacht zur Fassenacht!

Die Stiftung Wissenschaft und Politik, die Herrn Reussner anscheinend seine 1001 Nacht Geschichten finanziert, glänzte in den letzten Jahren nicht gerade durch treffende Einschätzungen der politischen Lage im Nahen Osten. Die Äusserungen im Spiegel belegen aber wieder einmal die Ferne zur Realität sowie die Anbiederung an islamo-faschistische Regime in der deutschen Politik. In der post-nazistischen Aussenpolitik der Ära Schröder/Merkel spiegelt sich ein Muster einer national-bolschewistischen europäischen Bewegung wieder, die das Ende des Kalten Krieges als willkommenen Anlass zum Abschütteln der oktruierten Verpflichtungen gegenüber den USA und Israel nimmt. Reissner ist hier nur ein Nachplapperer obstruser Vorstellungen eines neuen Europa und Deutschland in seiner Mitte, die den amerikanischen Präsidenten und die ganzen USA als auch Israel als Bedrohung, böse, kulturlos und imperialistisch brandmarken. Die reelle Bedrohung durch islamistisch-faschistische Gruppen, Regime und Länder wird ausgeblendet und durch die potentiellen Opfer dieser Bedrohung ersetzt. Nicht Israel wird vom Iran mit Vernichtung bedroht. Vielmehr stellt Reissner Israel als den Agressor vor und fantasiert von "Drohgebärden". Mein Vorschlag lautet wie folgt: Reissner, 6 setzen, Grundkurs Aussenpolitik wiederholen, Proseminar Konfliktforschung wiederholen, Hauptseminar "Die iranische Revolution" besuchen, Diplomarbeit zum Thema "Iranischer Staatsterrorismus" schreiben und als Abschluss im Mykonos in Berlin Henryk Broder und Gideon Böss zum Moussaka einladen.

Mittwoch, 20. Dezember 2006

Die SS hat meine Kinder adoptiert

Immer, wenn im Spiegel mal wieder über Gaza berichtet wird, dreht sich der Blick auf die humanitäre Situation. Dies ist sicherlich ein wichtiger Aspekt. Wer diese Lage fabriziert hat wird dabei nicht hinterfragt oder es ergibt sich von selbst: Israel. Auch Ulrike Putz hat diese Woche mal wieder ordentlich, Verzeihung, auf den selbigen gehauen. In ihrem Spon Beitrag "Die Hamas hat meine Kinder adoptiert" resümiert sie "Wichtige Hilfsorganisationen bescheinigen ihr [der Hamas] beste Arbeit ohne jede Korruption". Jetzt kann man darüber diskutieren ob die Gelder aus Teheran und anderen muslimischen Staaten ein Schmiergeld oder ein Bonus waren. Allerdings ist auch bekannt, wie die Hamas ihre so gute Arbeit immer besser macht. Sprengten sich früher die Attentäter nur mit Sprengstoff in die Luft, so mischten sie später auch viele, kleine Metallteile in ihre Gürtel um die Splitterwirkung zu erhöhen. Der letzte Höhepunkt dieses Verbesserungsprozesses war die Selbstinfizierung des Attentäter mit Hepathitis B um auch überlebende Opfer zeitversetzt ins Jenseits zu befördern.

Trotzdem attestiert eine Studie der International Crisis Group [?] der Hamas beste Arbeit. Wie soll ich das verstehen? Well done Rantissi! Right on Yassin!In diesen Chorus der Lobpreisung reiht sich auch Helga Baumgarten ein. Die wohlbekannte Terrorversteherin und Hamas Groupie findet auch, dass "die Hamas ohne jede Korruption arbeitet" und "die wichtigsten amerikanischen NGOs die Arbeit der Hamas als perfekt bewertet [haben], man hätte es besser nicht machen können". Wirklich, diese agile Flugbahn der Kassam Raketen. Die graziös ausgeführten Anschläge auf Busse, Märkte, Cafes und Diskotheken. Wirklich perfekt. Die Putzkolonne erweitert sich immer mehr. NGO's, Akademiker und natürlich auch Familie Sitani. Diese wurde durch einen israelischen Luftangriff des Ernährers beraubt und ließ sich sogleich von der Hamas adoptieren. Anders als bei Grafen und Prinzen hat das die Familie aber keinen Cent gekostet. Es gab auch keinen Papierkrieg. Bei der Hamas läuft das eher wie bei Karstadt. Jetzt kaufen, später bezahlen. Der Preis dieser Familiensaga beläuft sich auf genau sieben Kinder, ohne MwSt. versteht sich. Sieben Bomben oder Kasam Operator. Vielleicht auch nur Flaggenverbrenner. Das wird sich dann zeigen.

Von der Baumgarten erwarte ich auch nichts anderes als die Beschreibung der Hamas als Gartenzwergverein mit verständlichem Hang zur leichten Gewalttätigkeit. Die Waffen SS hat ja auch vorbildliche Arbeit beim Brückenbau im Osten geleistet. Nach Ansicht von international unbekannten Brückenexperten war die Arbeit der Waffen SS dabei "perfekt" und "man hätte es besser nicht machen können". Ist doch klar, dass dies zu einer vermehrten Adoption von freiwilligen Idioten führt, die dann so richtig "perfekt" auf ihre Aufgabe als Sozialmartyrer vorbereitet werden können. Die bescheuerte Mutter hat aber doch noch Einwände ihre Brut schon mit 15 gen Allah zu schicken. Das ist eindeutig noch zu jung. Mit zwanzig jedoch kann der kleine Bomber dann zum Einsatz abheben. Unbestechlich und perfekt wird er dann wahrscheinlich noch perfider ein paar Juden um die Ecke bringen. Mal sehen wie die NGO's dann diese Leistung bewerten.

Aber nicht genug mit dieser Art der Verniedlichung und Verharmlosung einer wahnsinnigen Bande von vermummten Mördern. Frau Putz gibt es uns ordentlich:
"Nun ist die Hamas keine gemäßigte Partei: Sie begreift sich als Speerspitze des palästinensischen Widerstands gegen die Besetzung durch Israel. Nach ihrem überraschenden Wahlsieg im Januar weigerte sie sich, dem bewaffneten Kampf abzuschwören oder Israel anzuerkennen. Dass sie seit ihrer Gründung immer wieder das Mittel von Selbstmordanschlägen nutzt, hat zusätzlich dazu beigetragen, dass sie im Westen als Terror-Organisation eingestuft wird - trotz ihrer Wohltätigkeit im Alltag." Nun ja, kann eine Suppenküche oder ein Kindergarten über eine Menschenverachtende Ideologie und Terror- und Mörderbande hinwegtäuschen? Sorry, rhetorische Frage. Aber den eben zitierten Absatz muss man sich wirklich auf der Zunge zergehen lassen. "Das Mittel von Selbstmordanschlägen"! Als ob ein Selbstmordanschlag ein pures Mittel wäre. Ariel ist ein Mittel zum Wäsche waschen. Selbstmordanschläge sind ein Mittel des Terrors. Da hilft auch keine Gulaschkanone. Apropo...